Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Russland und Deutschland

Die Folgen der Corona-Pandemie haben deutliche Spuren in dem deutsch-russischen Handel hinterlassen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2020 im Warenaustausch zwischen beiden Ländern Einbußen von 22 %. Die deutschen Einfuhren aus Russland waren vor allem aufgrund geringeren Erdöls und Erdgas Importe (-31,4 % verglichen mit 2019) gesunken.

Die Gesamtimporte sind um fast ein Drittel niedriger (31,7 %) als im Jahr 2019 und belaufen sich auf 22 Milliarden Euro. Die Exporte waren im Jahr 2020 um 14 % niedriger als im Jahr 2019. Insgesamt haben sie eine Höhe von 23 Milliarden Euro erreicht.

Am meisten exportiert wurden Maschinen im Wert von 5,5 Mrd. Euro – mit einem Anteil am Gesamtexport von 24 %. Hauptimportprodukt aus Russland waren Waren aus der Gruppe Erdöl und Erdgas, die im Wert von 13,4 Mrd. Euro importiert wurden (Anteil von 60,7 %). In diesem Bereich ist Russland weiterhin einer der größten Exportländer geblieben.

Interessant ist auch die Entwicklung der Exporte aus Baden-Württemberg nach Russland, die um 19 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken sind. Der Rückgang der Exporte aus Baden-Württemberg ist das Ergebnis des 40%igen Rückgangs der Exporte von Kraftwagen und Kraftwagenteilen.

Auf der Grafik 6 lässt sich erkennen, dass sich Deutschland in diesem Jahr in Richtung eines Außenhandelsüberschusses bewegt. Das heißt, in diesem Jahr sind die Exporte höher als die Importe.

Strukturell haben Kraftwagen und Kraftwagenteile aus Baden-Württemberg einen fast 33- prozentigen Anteil bei den Gesamtexporten. Das zweitstärkste Exportprodukt stellen Maschinen (26,4%) dar. Die Metalle und chemische Abklärungen sind mit weniger als 10 Prozent vertreten.

In der Struktur der Importe sind Erdöl und Erdgas mit fast zwei Dritteln der gesamten Importe des Bundeslandes aus Russland am stärksten repräsentiert. Ein weiterer wichtiger Import sind Metallimporte, die einen Anteil in Höhe von 13,1% erreicht haben. Maschinen und Kraftwagen machen weniger als 10% der Importe aus Russland aus, Kohle liegt bei 4,3%.

Den größten Anteil am Export deutscher Produkte haben Maschinen, die fast ein Viertel (23,6%) des gesamten Handels mit Russland ausmachen. Eine weitere wichtige deutsche Exportproduktgruppe im Jahr 2020 stellen Kraftwagen und Kraftwagenteile dar. Ihr Exportanteil betrug 17,9%. Zu den am stärksten im Export vertretenen Produkten zählen auch Chemische Erzeugnisse, Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und allgemeine Geräte sowie Metalle.

Erdöl und Erdgas sind mit einem Anteil von 62,1% an den Gesamtimporten aus Russland das Hauptimportprodukt. Der Anteil von importiertem Metall beträgt 13,1%. Zu denrestlichen Importgruppen können Metalle, Kohle, Kraftwagen und Kraftwagenteile hinzugezählt werden.

Die Grafik verdeutlicht, dass die strukturelle Verteilung der Importgüter zwischen Baden-Württemberg und der Russischen Föderation sich unterscheidet von der Verteilung der Importgüter zwischen Deutschland und der Russischen Föderation ist. So liegt der Import von Erdöl und Erdgas in der Höhe von 39,9% auch hier auf dem ersten Platz gefolgt von Metallen (26,9%).